Sur les traces de Dinosord in Berlin

Es war eine besondere Hommage, die der kongolesische Choreograf Faustin Linyekula 2006 seinem Freund, dem als politischem Gefangenen in Kinshasa zu lebenslanger Haft verurteilten Schriftsteller Antoine Vumilia Muhindo gewidmet hat. „The Dialogue Series: III. Dinozord“ war eine schmerzhafte Spurensuche in dem zwischen 1997 und 2002 von Konflikten verwüsteten Ort Kisangani, in dem Linyekula aufwuchs – unter Mitwirkung von Schriftstellern, Sängern, Schauspielern und Tänzern. Es beschäftigte sich mit dem Schicksal von Linyekulas Kindheitsfreunden Kabako und Vumilia. Wenn Linyekula, der seine Stücke in den Theatermetropolen der Welt zeigt, den Vumilia gewidmeten Teil nun noch einmal aufgreift, dann vor allem deshalb, weil die Situation sich inzwischen entscheidend verändert hat. Antoine Vumilia Muhindo ist nach zehn Jahren der Haft entkommen, lebt inzwischen im schwedischen Exil und steht im neuen Stück nun selbst auf der Bühne. Und die Situation im Kongo ist verändert, aber keineswegs einfacher geworden. „Sur les traces de Dinozord“ setzt dort an, wo Linyekula 2006 endete – mit den gleichen Beteiligten wie damals, u. a. dem Hip Hopper Dinozord und dem in Paris lebenden Countertenor Serge Kakudji, und der gleichen brennenden Frage, die das Stück schon 2006 den Menschen auf den Straßen und Feldern stellte: Was ist im kriegs- und krisenverwüsteten Kongo aus ihren Träumen geworden? __________ Eine Produktion von Studios Kabako / Virginie Dupray in Koproduktion mit KVS – Koninklijke Vlaamse Schouwburg (Brüssel) Gefördert durch Goethe-Institut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.